Zwei Turteltauben

Zwei Turteltauben sithen schweigend

nebeneinander auf dem Ast.

Sie und Er sitzen noch länger

bis Er einen Satz verfasst:

„Willst du, du Wunderschöne,

willst du, willst du mit mir gehn?“

Sie blickt Ihn an und murmelt leise:

„Tut mich leid, ich nix verstehn.“

Veröffentlicht in: on Januar 11, 2012 at 11:19 pm  Hinterlasse einen Kommentar  
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Am Morgen

Grau und trüb des Tages Seele,

scleicht sich still in mein Gemüt.

So das Freud und Lust mir fehle,

und kein Sproß der Tat erbüht.

Matt schlepp ich mich aus dem Bette,

stolper schrufend durch das Haus.

Auf das mich ein Kaffee rette,

So ein Scheiß! Filter sind aus!

Veröffentlicht in: on Januar 11, 2012 at 11:14 pm  Hinterlasse einen Kommentar  
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Dragonball Z Chala Head Chala Tabs

Dragonball Z Themesong 1

Dragonball Z Opening 1 "Chala Head Chala" Tabs

Veröffentlicht in: on Juli 10, 2011 at 11:58 am  Hinterlasse einen Kommentar  
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Das Wort

Es schleicht es platzt

es schwebt es fällt

wird oft nur gedacht

verspricht meist’ was es hält

Es verletzt und baut auf

ist scharf und auch weich

ist schneidend, heilend und

beissend zu gleich

Es ist bohrend und brechend

mahlend und schön

beflügeld, zerschmetternd

in Tiefen und Höhn’

Es streichelt die Seele

lässt die Luft vibriern’

durch die Macht eines Wortes

kann so viel passiern’

Veröffentlicht in: on November 7, 2010 at 1:03 pm  Hinterlasse einen Kommentar  
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Wir denken

Über den Köpfen dampfen Ideen

während Gedanken im Kreise sich drehn

sich langsam um Hirnwindungen winden

Fetzen und Funken zu Themen verbinden

sich tanzend und schillernd zu Formen vereinen

im Lichte von anderen Ansichten scheinen

Im Feuer der Entscheidung sich rüsten

mit brennenden Argumenten sich brüsten

dann ein ausgesprochnes Wort

in Stein gemeißelt und schon ist es fort

nistend und wachsend in anderen Herzen

mit der Kraft einer Idee ist nicht zu scherzen

Veröffentlicht in: on November 7, 2010 at 12:58 pm  Hinterlasse einen Kommentar  
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Schmerz

Schwarz und finster meine Seele

Wut und Zorn treibt mein Gemüt

wo meine innre Ruhe fehle

Schmerze, Leid und Groll nun blüht

Aufgewühlt mein innrer Frieden

mein Seelensee nun tosend schäumt

mein Körper schreit „will nicht mehr lieben

die Zeit für Worte ist versäumt“

Zitternd braust es in mir auf

donnernd will es aus mir tönen

giftig nimmt es seinen Lauf

kein Wille sich nun zu versöhnen

Es schreit und pocht in meinem Kopf

auf das mein Ich sich gräme

die ganze Wut ein kleiner Tropf

nur eine kleine Träne

Veröffentlicht in: on November 7, 2010 at 12:52 pm  Hinterlasse einen Kommentar  
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Wie die Großmutter des Rotkäppchens das Märchen erlebte

Wie die Großmutter des Rotkäppchens das Märchen erlebte.

Dieser Schnupfen, der würde sie noch umbringen. Sie suchte nach ihren Taschentüchern. Das war schon dumm, vor ein par Tagen hatte sie sich eine Grippe eingefangen als sie im Garten war und nach den Zwiebeln sehen wollte. Sie war aber auch unaufmerksam, denn wie konnte man auch mit 80 Jahren ohne Jacke oder ähnliches rausgehen, und das bei dieser Jahreszeit.

Ja aber Selbstmitleid würde ihr auch nicht helfen also schleppte sie sich in ihr Schlafzimmer und legte sich in ihr Bett. Ob heute ihre Enkelin auf besuch kommen würde? Hoffentlich, sie war ja ein so hinreißendes Kind. Sie schloss die Augen, drehte sich noch einmal um und schlief dann ein.

Plötzlich schrak sie auf. Wie lange hatte sie geschlafen? Zwei oder Drei Stunden? Ihre Augen suchten nach dem Wecker. Dieser war aber nicht da. Irgendein seltsames Geräusch hatte sie aufgeweckt. Sie horchte. Dann lies sie ihren Blick durch das Zimmer schweifen. Trotz der vorgezogenen Vorhänge konnte sie im Dämmerlicht doch alles sehen. Es war also noch Tag. Schon wieder dieses Geräusch. Sie richtete sie auf. Was konnte dies bloß sein? Sie blickte zum verhangenen Fenster. Schon wieder das Geräusch. Aber diesmal lauter. Ein Schatten schoss am Fenster vorbei. Ihre Nackenhaare richteten sich auf. Was war das? Was ging hier vor? Sie versuchte sich zu beruhigen, indem sie siech einredete dass das hohe Fieber für all dies verantwortlich sei. Doch nach wenigen Augenblicken, war ein klarer Gedanke in ihr. Es schlich jemand um ihr Haus. Sie musste sich schützen! Ein klopfen riss sie aus ihren Gedanken. Es kam von der Haustür. Sie versuchte aufzustehen um durch das Fenster nachzusehen wer da war.

Doch als sie sich auf ihre Beine schwang überkam sie ein Schwindelgefühl und sie fiel zurück in ihr Bett. Aufstehen konnte sie nicht mehr, also fragte sie nach dem Namen des Besuchers. Dieser antwortete dass er das Rotkäppchen, die Enkelin sei. Es war seltsam, die Stimme war identisch mit der des Rotkäppchens doch war der Schatten viel größer. Doch es musste das Rotkäppchen sein. Sie bat den Besucher herein. Sie hörte schwere Schritte, welche sich ihrem Zimmer näherten, und ihr wurde klar, dass dies niemals das Rotkäppchen sein konnte. Sie blickte zur Tür. Unter dem Türschlitz war ein Schatten zu erkennen. Sie hörte keine Schritte mehr. Wie in Zeitlupe senkte sich die Türklinge und die Tür schwenkte quietschend zur Seite. Sie sah von der Hand, welche die Klinke hielt, hinauf in das Gesicht des Besuchers. Angst überkam sie, sie wich zurück, und ihr Besucher, ein Wolf, kam näher. Ein Grinsen lag in seinem Gesicht und aus seinen Augen schien die pure Freundlichkeit. Er kam näher. Ihre Angst wurde zu Zorn, Zorn über sich selbst. Wie konnte man nur so naiv sein. Sie war selbst schuld an ihrem Schicksal. Sie hätte ihn einfach nicht rein lassen dürfen. Wie ein Film verlief ihr Leben vor ihrem inneren Auge. Er öffnete sein Maul, sie lächelte. Dann war alles dunkel.

War sie tot? Ihre Hand tastete umher. War sie im Himmel? Ihre Hand ertastete einen Widerstand. Überall um sie herum. Sie seufzte vor Erleichterung. Nein, sie lebte. Der Wolf hatte sie anscheinend lebendig verschluckt. Nur wie könnte sie hier raus kommen? Schnarchte da nicht jemand? Tatsächlich der Wolf war also eingeschlafen.

Da vernahm sie eine Stimme. Eine Kinderstimme. Rotkäppchen! Die Stimme von Rotkäppchen. Plötzlich wirbelte alles um sie du mit ihr. Dann war alles still. Sie spürte jemanden neben sich. Rotkäppchen? Ja sie war es. Beide freuten sich das der andere noch lebe und Rotkäppchen begann zu erzählen.

Der Wolf war wieder eingeschlafen. Das verriet das Schnarchen.

Nach einiger Zeit vernahmen sie Schritte. War das die Rettung? Sie lausten. Irgendetwas wurde aus einer Schublade geholt. Ein nicht zuordenbares Geräusch. Dann, ein Lichtschein. Er wurde immer größer. Sie verdeckte die Augen mit den Händen und blickte in das bärtige Gesicht des Jägers.

Er reichte ihr seine Hand und zog sie heraus. Dann wurde das Rotkäppchen aus dem Wolf geholt. Um den Wolf in Sicherheit zu glauben, füllten sie seinen Laib mit Steinen und nähten ihn zu. Der Jäger verlud den schlafenden Wolf auf seinen Wagen und schaffte ihn fort. Rotkäppchen blickte sie an und lächelte.

Sie lächelte zurück.

Veröffentlicht in: on August 16, 2010 at 3:12 pm  Hinterlasse einen Kommentar  

Menschlichkeit

Menschlichkeit

Er war ein Stern

Er war ein Licht

Er brachte Freude

In jedes Gesicht


Er war ein Held

Geehrt geliebt

Er war nicht reich

Er sieht er gibt


Kein Haus

kein Geld

der Hoffnungsschimmer

dieser Welt


ein kleines Tröpfchen

Menschlichkeit

Im Meer der großes

Trostlosigkeit


Der Ring der Rettung

Im Strom der Zeit

Ein kleiner Funke

Menschlichkeit

Veröffentlicht in: on August 16, 2010 at 3:11 pm  Hinterlasse einen Kommentar  
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Liebe bis in den Tot oder wie Kain und Abel

Liebe bis in den Tot oder wie Kain und Abel

Warum ich? Ausgerechnet ich? Hätte Mutter nicht jemand anderen schicken können? Ich konnte und würde ihn auch nie leiden können. Es war ja so schön gewesen als er sagte, dass er für die nächsten Jahre ins Ausland gehen würde. Es waren die besten, tollsten und schönsten Jahre meines Lebens. Mutter hatte sich nur um mich gekümmert, und Vater hat viel Zeit mit mir verbracht. Doch jetzt würde er wiederkommen und mit Vater und Mutter wieder wegnehmen. Das kann ich nicht zulassen. Er war ja so widerlich. Gebräunt war er und er ging immer ins Fittnescenter. Er trug immer teure Kleider und wenn wir gemeinsam durch die Stadt gegangen sind, haben sich alle nach ihm umgedreht. Über mich lachten sie immer. Ich hasse ihn.

Er stieg aus dem Flugzeug, und machte sich auf den Weg zu Eingangshalle. Seine Haare waren nach hinten gekämmt, und durch das Jackett konnte man seinen muskulösen Körper erahnen. Seinen Hals zierte eine dicke Goldkette, seine Schuhe waren poliert und seine Haut gebräunt. „Mist schon wieder mein Handy.“ Er holte sein Handy aus der Hosentasche. „Hallo?! Mist falsches Handy.“ Er holte ein anderes Handy aus der Hosentasche. ‚“Hallo?“ Es war sein Geschäftshandy. „Ich habe doch gesagt die nächsten zwei Wochen keine Termine.“ Er legte auf. Voller Freude seine Familie wieder zu sehen machte er sich wieder auf den Weg. Er hatte sie seit fünf Jahren nicht mehr gesehen. „Ob mein Bruder sein Trauma schon überwunden hat? Vielleicht hat er eine Arbeitsstelle gefunden und sogar eine Familie gegründet und ist von zu Hause ausgezogen. Und was meine Eltern wohl machen?“ Da waren sie wieder diese Fragen die er sich schon die ganze Reise über gestellt hatte.

Es ist schon drei Uhr. Er wollte eigentlich um Zehn hier sein. Was glaubt dieser Idiot eigentlich, wer er ist? Sicher war es nett für ihn gewesen, so im Ersteklasseabteil. Dieser räudige Mistkerl. Immer war er es, der bewundert worden ist, und ich? Ich wurde immer ausgelacht, rumgestoßen, wie ein Spielball. Wie ein Hund wurde ich behandelt, wenn er da war. Oh wie ich ihn hasse. Er ist schon seit fünf Stunden zu spät. Hoffentlich ist sein Flugzeug abgestürzt. Das währe, als wenn sich alle meine Träume auf einen Schlag erfüllen würden.

Er guckte auf seine goldene mit Diamanten besetzte Rolex. „Mist! Schon drei Uhr, fünf Stunden zu spät. Mein armer Bruder, der wartet jetzt schon bestimmt mehr als fünf Stunden auf mich. Der freut sich garantiert auch, mich nach dieser langen Zeit wieder zu sehen. Er ging schneller. Er hält ein Päckchen in der Hand. Es ist ein Geschenk für seinen Bruder.

Die Tür zur Halle geht auf und die ersten Personen kommen. Ein Mann, eine Frau. Mein Bruder ist nicht dabei. Ich warte noch drei Minuten, dann werde ich gehen. Noch eine Minute. Oh nein, da ist er. Er hat sich verändert. Doch ich werde ihn immer und überall wieder erkennen. Er trägt einen Anzug. Und wie er lächelt. Ich beobachte die Frauen, an denen er vorbei geht. Sie drehen sich nach ihm um. Er kommt auf mich zu. Ich hasse ihn. Er winkt. Ich darf nicht auffallen, und winke lächelnd zurück.

Er sah die Eingangshalle und begann zu laufen. Er öffnete die Tür. Da stand er und lächelte.

Heute mein „geliebter Bruder“ werde ich dem ganzen ein Ende bereiten. Doch du wirst nichts davon merken. Ich freue mich schon. Ich merke wie bei diesem Gedanken mein gespieltes lächeln zu einem echten Lächeln wird. Er steht direkt vor mir. Er sagt das er sich freut mich zu sehen und so. Bla Bla Bla. Immer diese Sülze. Aber in so etwas warst du ja schon immer gut. Wir umarmen uns. Er quatscht mir immer noch ins Ohr. Doch ich höre ihm nicht zu. Ich denke an den Plan.

Es ist schön dich zu sehen. Es geht dir also Gut. Ich muss dir so viel von dem erzählen was in den letzten fünf Jahren passiert ist.“ Als sie ins Auto steigen pocht sein Herz vor Freude und Aufregung. „Geht es Mama und Papa auch gut?“

Wir gehen zum Auto. Die Leute schauen uns nach. Ich höre sie über uns reden. „Was für ein seltsames Paar. Was hat so ein gut aussehender junger Mann mit so einer armen Seele zu tun?“ Er hat mich schon immer beschützt. Er redet immer noch. Ich höre dir nicht zu! Doch das fällt dir nicht auf. Du redest einfach weiter. Er fragt mich nach Vater und Mutter. Ich antworte nicht. Da ist das Auto. Ich gehe auf die Fahrerseite und schließe die Tür auf. Er steigt ein. Du unwissender armer Narr, du läufst in den Tot und merkst es noch nicht einmal. Ich hasse dich! In der Bibel heißt es „Auge um Auge, Zahn um Zahn. Wie du mir so ich dir.“ Im Grund ist das alles deine Schuld. Und das Päckchen, das du mir mitgebracht hast, ich werde es mit dir von dieser Welt tilgen.

Sie fahren los. Vom Parkplatz hinunter, in Richtung trautes Heim. Der ein redet, und der andere, der jüngere, schweigt. Der Ältere ist unwissend, er ist voller Freude, denn er wird seine Eltern wieder sehen. Der andere ist auch voller Freude. Er hat einen Plan um sein Leben ein für alle mal zu ändern. Plötzlich biegt der Wagen rechts anstatt links ab. Der Jüngere beschleunigt. Der Ältere fragt, was das solle. Der Jüngere wendet sich an seinen Bruder: “Ich habe ein Pony gekauft! Du solltest es dir ansehen!“ Der Ältere atmet auf. Er lächelt. Beide steigen aus. Der Ältere geht voraus. Er betritt die Scheune. Da ist kein Pony! Der Ältere dreht sich um. Blickt in das lächelnde Gesicht seines Bruders. Dieser hält in einer Hand ein Feuerzeug und in der anderen einen Knüppel. Der Ältere reist die Arme hoch. Doch der Jüngere trifft ihn hart am Kopf. Dunkelheit. Der Jüngere lässt das Feuerzeug fallen. FEUER. Er tränkt seinen am Boden liegenden Bruder in Benzin. Er brennt. Der Jüngere will gehen, merkt aber dass seine Hände brennen. „Nein so war das nicht geplant! Er war doch noch zu jung zum Sterben.“ Ihm wurde Schwarz vor Augen. Dann war es still.

Veröffentlicht in: on August 16, 2010 at 3:09 pm  Kommentare (2)  

Flug in die Freiheit

Flug in die Freiheit

Sie hatten es schon wieder getan. Es war einfach gemein und unfair. Warum ausgerechnet sie? Ich konnte es mir nicht erklären. Ich kam heute zur ersten Stunde um den Geschichtsunterricht fortzusetzen, und dann auf den Flur kam sie mir entgegen. Sie blickte mir in die Augen, als sie an mir vorbei rannte. Die Tür hatte sie so heftig zugeschlagen, dass die Fensterscheiben vibrierten und der Knall noch lange nachhallte. Aus ihren Augen sprachen bloßer Zorn und Trauer. Ich sah noch wie eine Träne an ihrer Wange hinunter lief, dann war sie fort. Ich kam an die Tür, die zum Klassenraum führte. Ich legte meine Hand auf die Türklinke. Ich zögerte. Hörte Gelächter. Ich öffnete die Tür und trat ein. Dort standen sie und lachten. Sie tat mir leid. Wie lange musste sie das schon ertragen? Ich erinnerte an den Tag als sie neu in unsere Klasse kam. Sie stand schüchtern vorne am Lehrerpult und stellte sich vor. Als sie fertig war begannen die anderen zu lachen. Lauter und immer lauter. Sie hatte begonnen zu weinen und setzte sich an eine einzelnen Tisch. Und seit dem hatte sich nichts geändert. Jeden Tag spielte sich dasselbe Drama ab, und Tag für Tag war sie es die herhalten musste. Ich verdrängte den Gedanken und begann mit dem Unterricht.

Er hatte gelacht wie noch nie zuvor. Steve stand da und hielt sich den Bauch. Er tat ja so weh vom lachen. Die anderen hatten auch gelacht. Und dann hatte sie sie angesehen, gelächelt und ist dann zur Tür gegangen. Nick verdrehte die Augen und winkte mit seiner Hand vor seinem Gesicht. Steve begann erneut zu lachen. Sie war ja auch zu blöd.

Er meinte es ja nicht ernst. Es war nur Spaß. Aber es war auch zu herrlich zu sehen wie sie sich aufregte. Eigentlich fand Steve sie ja auch toll und bewunderte sie für ihre Stärke. Sie sah auch gut aus. Aber das würde er vor Nick und den anderen nie sagen. Plötzlich hörte er ein räuspern. Er drehte sich um und sah Mr. Nixon vorne. Es wurde still und er setzte sich hin. Der Unterricht begann.

Dieser Mistkerl. Dieser elende Mistkerl. Wieder einmal hatte er sie fertig gemacht. Und wieder hatten alle gelacht, Sie ist wütend geworden und am liebsten wollte sie heulen, doch sie wollte den anderen keinen Grund liefern erneut zu lachen. Also lachte sie. So wie immer. Und dann ist sie zur Tür, öffnete diese, trat aus und donnerte die Tür hinter sich zu. Sie rannte los und begann zu heulen. Ein Gefühl von Einsamkeit machte sich in ihr breit und sie erwischte sich bei dem Gedanken sich das Leben zu nehmen. Sie rannte, bis sie müde war und erschöpft stehen blieb. Sie lehnte sich an die Wand und sank weinend zusammen. Sie wusste nicht wie lange sie dort so gesessen hatte, doch als es zur Pause klingelte, stand sie auf und ging zum Schulhof.

Es läutete zur Pause. Ich packte meine Sachen zusammen und entließ die Schüler. Sie war die ganze Zeit nicht aufgetaucht. Wo mochte sie wohl sein? Auf dem Weg zum Lehrezimmer musste ich immer wieder an sie denken. Sie war so hilflos. Ich machte mir sorgen um sie. Im Lehrerzimmer angekommen stellt ich meine Tasche ab, und sah aus dem Fenster. Ich suchte den Schulhof nach ihr ab. Wo war sie? Hatte sie sich etwas angetan? Oh bitte nicht! Ich merkte das Panik in mir aufkam und langsam in meine Gedanken kroch wie ein hässlicher Virus. Ich überflog erneut den Schulhof. Da war sie. Ich atmete auf. Es war mir als wenn mir ein riesiger Berg von dem Herzen gefallen wäre. Ich setzte mich beruhigt hin und trank meinen Kaffee.

Sie stand auf dem Schulhof und. Allein, wie immer. Sie as ihr Brot und dachte über ihr Leben nach. Sie dachte daran, wie Steve sie heute behandelt hat und sei wurde wütend. Dieser Idiot sollte das letzte Mal über sie gelacht haben! Sie fühlte sich verlassen und einsam. Es schien als ob die ganze Welt sich gegen sie verschworen hatte. Ihr wurde schwer zu mute. Wie lange würde sie das noch aushalten? Sie wollte dem ganzen ein Ende setzen. Es sollte aufhören. Sie hatte keine Lust mehr.

Ich sah erneut aus dem Fenster und beobachtete, dass sie zurück in das Schulgebäude ging. Was wollte sie? Was hatte sie vor? Wollte sie einen Vertrauenslehrer aufsuchen? Mein Kopf drehte sich und ich setzte mich hin. Ich starte zur Tür. Jeden Augenblick würde es klopfen, und sie würde nach mir fragen. Es vergingen fünf Minuten, welche mir wie eine Ewigkeit vorkamen. Nichts. Auf einmal wurde es auf dem Schulhof unruhig. Alle Schüler drehten sich zum Gebäude und starten in Richtung Himmel. Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und Mrs. Jackson trat ein. Sie war kreide bleich. Ich fragte sie was los sei und sie stotterte „D…Da…is…ist ein Mä…Mä…Mädchen auf de…dem D…Dach!“ Für kurze Zeit setzte mein Herz aus. Ich schnappte nach Luft, und mein Kopf war leer. Das konnte nicht sein! Nein, unmöglich! Ich stürmte auf den Schulhof und blickte nach oben.

Alle blickten nun zu Ihr auf. Alle sogar Steve und Nick. Sie stand auf dem Dach und blickte nach unten. Was für ein Gefühl. Es war wie zu Weinachten. Sie war der Mittelpunkt und alle betrachteten sie ohne über sie zu lachen. Alles war wie in einem Traum. Irgendwelche Lehrer versuchten ihr irgendwas zuzurufen, und sie sah auch wie Mr. Nixon unten stand und zu ihr aufsah. Sie lächelte, trat einige Schritte zurück, nahm Anlauf und sprang. Es war ein herrliches Gefühl. Sie fühlte sich wie ein Adler, der mit dem warmen Aufwind davon segelte. Der Wind zerzauste ihr Haar. Sie schloss die Augen.

Sie war frei.

Veröffentlicht in: on August 16, 2010 at 3:07 pm  Hinterlasse einen Kommentar  
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